{"id":11,"date":"2025-09-25T22:47:29","date_gmt":"2025-09-25T20:47:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kuenstlerischesgestalten.architektur.rptu.de\/?page_id=11"},"modified":"2025-10-09T22:26:48","modified_gmt":"2025-10-09T20:26:48","slug":"raumlabor-kg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kuenstlerischesgestalten.architektur.rptu.de\/index.php\/raumlabor-kg\/","title":{"rendered":"Raumlabor KG"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-large-font-size\">Unter dem Titel \u201eRaumlabor KG \u201c sammelt das Fachgebiet k\u00fcnstlerische Projekte zu architekturrelevanten Themen. Untersucht werden Grundlagen der Wahrnehmung und der Darstellung von Raum an konkreten, mit Material realisierten raumplastischen Situationen. Das Labor setzt k\u00fcnstlerische Werkzeuge und Methoden ein; beide sind per se auf das explorative Experiment und immer auf die Gegenwart bezogen. Alle Beobachtungen werden am spezifischen Fall gemacht. Auf sinnlicher oder theoretischer Ebene werden Begriffe erprobt und neue Bez\u00fcge etabliert. Die Ergebnisse werden in die Lehre eingebracht, in Ausstellungen pr\u00e4sentiert und publiziert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist davon auszugehen, dass k\u00fcnstlerisches Handeln nicht unter den Begriff der wissenschaftlichen Forschung subsumiert werden kann. Im deutschen Hochschulgesetz sind wissenschaftliche und k\u00fcnstlerische Leistung nebeneinander genannt. Eine Beziehung zwischen Kunst und Wissenschaft wird nicht festgestellt, eine Wertung wird nicht vorgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der wissenschaftlichen Praxis liegt ein Forschungsbegriff zugrunde, der das Generieren von Wissen an das Anwenden, Befolgen und Offenlegen bestimmter Regeln kn\u00fcpft. Wissenschaftliches Arbeiten manifestiert und legitimiert sich durch einen gegebenen Regelkanon.<br>Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Kunst jedoch ist das Erfinden neuer Kriterien und neuer Regeln. Inhalte und Herangehensweisen verhalten sich in st\u00e4ndiger Bewegung, werden umgew\u00e4lzt, neu definiert und verhandelt. Es kann nicht allgemeing\u00fcltig dargestellt werden, was geforscht wird. Darum kann es auch kein standardisiertes Verhalten innerhalb des k\u00fcnstlerischen Arbeitens geben.<br>Die grunds\u00e4tzliche Frage nach der Vergleichbarkeit und nach der Beziehung von Kunst und Wissenschaft wird von K\u00fcnstlern gestellt \u2013 angestachelt durch die Tatsache, dass wissenschaftspolitisch eingerichtete F\u00f6rderprogramme das Generieren von Wissen durch k\u00fcnstlerisches Arbeiten weder anerkennen noch f\u00f6rdern.&nbsp;Die Verkn\u00fcpfung von Forschung und Lehre ist selbstverst\u00e4ndliche Realit\u00e4t an den Fakult\u00e4ten einer Universit\u00e4t und wird unter anderem im Promotionswesen transparent. Wollen K\u00fcnstler dieser Praxis ein \u00c4quivalent gegen\u00fcberstellen, geraten sie in Erkl\u00e4rungsnot.&nbsp;Das Dilemma kulminiert in dem Ausdruck \u201ek\u00fcnstlerische Forschung\u201c \u2013 eine Wortsch\u00f6pfung, die die kontr\u00e4re Logik zweier Systeme zusammenf\u00fchrt und die Autonomie von Kunst und von Wissenschaft ignoriert.<br>Das Fachgebiet K\u00fcnstlerisches Gestalten an der RPTU engagiert sich im Prozess einer Kl\u00e4rung dieser Situation. Seit 2008 werden im Rahmen der j\u00e4hrlichen Tagungen der GKG (Gesellschaft f\u00fcr K\u00fcnstlerische Gestaltungslehren im Hochschulkontext e.V.) Impulse gegeben, die f\u00fcr die Vielheit der Methoden von Wissensvermehrung sprechen und die hochschulpolitische Situation der Gestaltungslehren st\u00e4rken wollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Publikationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Paul Schuseil:&nbsp;<strong>Love the System.<\/strong><br>Schriftenreihe K\u00fcnstlerisches Gestalten, Band 7. TUK 2022.<br>Marcel Weber:&nbsp;<strong>Form bei Tisch.<\/strong><br>Schriftenreihe K\u00fcnstlerisches Gestalten, Band 6. TUK 2023.<br>Heike Kern\/Mirko Schwartz:&nbsp;<strong>Wei\u00df. Fragen an eine Farbe.<\/strong><br>Schriftenreihe K\u00fcnstlerisches Gestalten, Band 5. TUK 2018.<br>Judith Leinen:&nbsp;<strong>Subtext Metatext Kontext.<\/strong><br>Schriftenreihe K\u00fcnstlerisches Gestalten, Band 4. TUK 2016.<br>Marten Schmid:&nbsp;<strong>Mit allem.<\/strong><br>Schriftenreihe K\u00fcnstlerisches Gestalten, Band 3. TUK 2014.<br>Heike Kern:&nbsp;<strong>Schwarz.<\/strong><br>Anleitungen eine Farbe zu lesen. Schriftenreihe K\u00fcnstlerisches Gestalten, Band 2. TUK 2013.<br>Heike Kern\/Marten Schmid:&nbsp;<strong>Fragmente.<\/strong><br>Schriftenreihe K\u00fcnstlerisches Gestalten, Band 1. TUK 2013.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausrichtung von\/Beitr\u00e4ge f\u00fcr Tagungen und Symposien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eBasislager- Am Rande der Perspektiven&#8220;<\/strong><br>Planung des GKG-Symposiums\u00a0<em>Basislager- Am Rande der Perspektiven<\/em><strong> <\/strong>\u00a0durch Paul Schuseil<br>RPTU Kaiserslautern 2025<br><strong>\u201eIm_Material\u201c<\/strong><br>Planung des GKG-Symposiums\u00a0<em>Im_Material<\/em>\u00a0durch Marcel Weber 2023 an der Leibniz-Universit\u00e4t Hannover<strong><br>\u201c Rhizomieren und das kollektive Arbeiten mit digitalen Materialpools\u201c<br><\/strong>Vortrag von Paul Schuseil auf dem GKG-Symposium\u00a0<em>Karminrot brennt es unter den N\u00e4geln. \u2013 Aktualit\u00e4t in der Gestaltungslehre<\/em>\u00a0, Hochschule Darmstadt 2022<br><strong>\u201eK\u00fcnstlerische Gestaltungslehre als Forschungsfeld\u201c<\/strong><br>Universit\u00e4t Stuttgart 2016\u00a0in Kooperation mit Prof. Heinrich Weid\/Bergische Universit\u00e4t Wuppertal<br>TU Kaiserslautern 2015<br><strong>\u201eForschung \u2013 oder nenne mir ein anderes Wort\u201c<\/strong><br>in Kooperation mit Prof. Karl-Heinz Einberger\/Hochschule Weihenstephan-Triesdorf<br><strong>\u201eanalog \u2013 digital\u201c<\/strong><br>Hochschule Darmstadt 2013 in Kooperation mit Prof. Waldemar Borsutzky\/HDA<br><strong>\u201eZiele der K\u00fcnstlerischen Gestaltungslehre\u201c<br><\/strong>TU Kaiserslautern 2011<br>Konstituierende Sitzung der Gesellschaft f\u00fcr K\u00fcnstlerische Gestaltungslehren in der Hochschulausbildung e.V.<br><strong>Gespr\u00e4che zur Kooperation der K\u00fcnstlerischen Gestaltungslehren<\/strong><br>TU Kaiserslautern 2009<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausstellungen von studentischen Arbeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Formation<\/strong>&nbsp;\u2013 Union Kino, Kaiserslautern 2018.<br><strong>Nachtzange<\/strong>&nbsp;\u2013 Architekturgalerie Kaiserslautern 2011<br><strong>Netz : 4<\/strong>&nbsp;\u2013 Architekturgalerie Kaiserslautern 2009<br>Universit\u00e4t Stuttgart\/Fakult\u00e4t Architektur und Stadtplanung 2009, BTU Cottbus-Senftenberg\/Fakult\u00e4t Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung 2010, RWTH Aachen\/Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur 2011.<br><strong>Die Farben der Stadt<\/strong>&nbsp;\u2013 Sommerhaus, Kaiserslautern 2009.<br><strong>Zoom<\/strong>&nbsp;\u2013 Sommerhaus, Kaiserslautern 2007.<br><strong>Orange<\/strong>&nbsp;\u2013 Sommerhaus, Kaiserslautern 2006.<br><strong>Crazy Shoes<\/strong>&nbsp;\u2013 Deutsches Ledermuseum Offenbach 2006.<br><strong>Fleisch<\/strong>&nbsp;\u2013 Sommerhaus, Kaiserslautern 2005.<br><strong>Kopf<\/strong>&nbsp;\u2013 Wadgasser Hof, Kaiserslautern 2005.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Titel \u201eRaumlabor KG \u201c sammelt das Fachgebiet k\u00fcnstlerische Projekte zu architekturrelevanten Themen. 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